Neubau und Sanierung des GSG

Der Gemeinderat hat im Juli 2018 beschlossen, dass das GSG in größeren Teilen am Standort neu gebaut wird und ein Teil bestehen bleibt und saniert wird.
Im Oktober 2018 hat sich daraufhin die sogenannte Baugruppe, bestehend aus Lehrkräften, Schulleitung, Eltern, Schülerinnen und Schülern, Vertretern des Schulverwaltungsamts und den zwei externen Moderatoren, gebildet. Die Baugruppe hat bis April 2019 vier ganztägige Work-shops, eine „Lernreise“ (Besuch der Gymnasien in Öttingen und Ottobrunn) und einen halbtägigen Abschlussworkshop durchgeführt. Ziel der Arbeit der Baugruppe war es, ein pädagogisch begründetes Raumkonzept nach den Vorgaben des Landes-Modellraumprogramms zu formulieren.

Das Raumkonzept ist eine Grundlage für den Beschluss des Gemeinderats im Herbst 2019 für Neubau und Sanierung des GSG.

Das pädagogisch begründete Raumkonzept gibt eine Struktur vor für:

  • die allgemeinen Unterrichtsflächen für ein fünfzügiges Gymnasium
  • die Fachräume und Sammlungen
  • die Funktionsbereiche für das pädagogische Personal und die Verwaltung entsprechend der Schulbauförderrichtlinien und der Arbeitsstättenverordnung
  • die Räume für ganztägige Angebote am GSG (inkl. Mittagsbeköstigung) und Betreuungs- und Aufenthaltsmöglichkeiten für die Schülerinnen und Schüler im vor- und nachunterrichtlichen Bereich
  • eine gemeinsame Mitte des neuen GSG
  • das Außengelände des neuen GSG

Ein Hauptanliegen ist eine möglichst flexible Gestaltung des Neubaus, damit er an veränderte Strukturen des Systems Schule in den nächsten Jahrzehnten angepasst werden kann. Hier zeichnet sich eine Individualisierung des Lernens unter anderem durch Digitalisierung, sowie ein gesteigerter Bedarf an Ganztagesbetreuung ab. Auch die Rolle der Lehrkräfte wird sich hin zu individueller Lernbegleitung wandeln. Dem versuchen wir mit den Eckpunkten unseres Raumkonzepts Rechnung zu tragen:

Beispiel_Cluster_7-9.png

  • Jahrgangscluster als pädagogische Einheit mit Unterrichtsräumen, Präsentations-, Differenzierungs-, Selbstlern- und Coachingflächen sowie Aufbewahrungsmöglichkeiten für Material und Schließfächer für alle Jahrgänge
  • Fachraumcluster für die Naturwissenschaften (inkl. gemeinsame Sammlungsfläche mit Schülerbereich), die Musik sowie die Bildende Kunst
  • Großes zoniertes Selbstlernzentrum mit Bibliothek
  • Gemeinsame Mitte (nach Möglichkeit Erhalt der jetzigen Aulafläche) mit angegliedertem multifunktionalem Bühnenbereich (Teil der Mensa) sowie angrenzende Musikräume und Musik-Übungszellen
  • Mensa mit Küche und zoniertem Essbereich
  • Räumliche Trennung der vielfältigen Funktionen des Lehrerbereichs durch die Schaffung mehrerer kleiner Einheiten (Arbeits-, Besprechungsräume etc.), die einem zentralen Bereich angegliedert sind.
  • Konferenzräume für Lehrkräfte, Neuzuschnitt der Verwaltung, Einbeziehung der Schulsozialarbeit
  • Multifunktionale Besprechungsräume auch für Elterngespräche
  • Ermöglichung der Arbeit mit digitalen Endgeräten in allen Bereichen der Schule

 

Grundsätzlich soll der Bau:

  • sichtbar ökologisch sein (Vorbildfunktion)
  • ein hohes Maß an Transparenz aufweisen
  • das Außengelände für Lernen und Bewegung sowie Soziales miteinbeziehen

Wir danken allen, die sich in der Baugruppe oder an anderer Stelle eingebracht und so engagiert mitgearbeitet haben!

Ausführliche Informationen zum Cluster-Konzept finden Sie hier:   pdf lizenzfrei